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AWO-Frühjahrsempfang: Bundesminister Hubertus Heil betont Bedeutung von Qualität in der Pflege


26. Februar 2020

Der Bedarf an Pflegekräften ist weiterhin riesig – einmal mehr machte Dr. Harald Groth, Vorsitzender des Bezirksverbands Weser-Ems der Arbeiterwohlfahrt, beim diesjährigen Frühjahrsempfang der AWO darauf aufmerksam. Ihn mit qualifizierten Fachkräften zu decken sei „die größte Zukunftsaufgabe in der Daseinsvorsorge für Senior*innen“. Zugleich verwies Dr. Groth darauf, dass das „Lohndumping in der Pflege endlich ein Ende haben muss“. Das Thema stehe auf dem Jahresplan des Verbandes für 2020 sehr weit oben, stellte er vor den geladenen Gästen klar.

Als Ehrengast und Hauptredner des Empfangs war Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, nach Oldenburg gekommen. Er betonte, dass es beim Thema Pflege um beides gehe: um Quantität und um Qualität. „Wir benötigen gute und menschenwürdige Pflege ebenso wie gute und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Pflegenden.“ Dazu gehöre „selbstverständlich“ eine angemessene Bezahlung. Er gehe davon aus, fügte Heil hinzu, „dass ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die gesamte Branche schon bald kommen wird“.

Nicht nur bei Thomas Elsner stießen diese Worte des Ministers auf Zustimmung. Der Hauptgeschäftsführer des AWO-Bezirksverbands Weser-Ems machte deutlich, dass die AWO bei der Bewältigung des Fachkräftemangels im Bereich Pflege die Politik in der Pflicht sieht: „Es müssen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Versorgung mit guter Pflege sicherzustellen.“ Ein bundesweiter Tarif Pflege wäre das entsprechende Signal und würde den richtigen Weg markieren.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hatte zuvor bereits die guten Wünsche der Stadt überbracht. Er unterstrich, welch wichtigen Beitrag die AWO zur Sicherstellung der Pflege in der Gesellschaft leiste. „Unsere Aufgabe ist es, dies zu unterstützen – zum Beispiel durch unsere Initiative zur  Gewinnung von Fachkräften, um damit die Qualität der Pflege auch in Zukunft zu erhalten.“ Gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung gehörten unbedingt dazu.

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