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Personenzentriertes Arbeiten



Einleitung XXX XXX

Grundlage der Arbeit ist ein gleichermaßen aktivierendes wie stabilisierendes, stützendes und die Selbstständigkeit förderndes Konzept (personenzentriert). Dem trialogischen Ansatz entsprechend stehen Klient*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen durch gemeinsame Gespräche im stetigen Kontakt zueinander. Eine gute Kooperation und Vernetzung mit anderen Anbietern und Leistungsträgern gehört selbstverständlich zu unserer täglichen Arbeit.

Eine Definition der AWO TRIALOG WESER-EMS GMBH

Durch das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) wird u. a. ein neuer Behinderungsbegriff im § 2 SGB IX umgesetzt. Dieser beschreibt eine Behinderung nicht mehr als Eigenschaft
einer Person, sondern als Wechselwirkung zwischen Umweltfaktoren und individuellen Beeinträchtigungen.
Die Leistungen der Sozialen Teilhabe werden sich nicht länger an institutionellen Rahmenbedingungen orientieren, sondern am individuellen Bedarf der leistungsberechtigten Person. Die Ausrichtung auf ein personenzentriertes Arbeiten wird somit im BTHG verankert und beinhaltet konkrete Veränderungen für das Arbeiten in der AWO Trialog.

Unsere Haltung und Ausgestaltung des Personenzentrierten Arbeitens

Basierend auf unserem Grundsatz „Begegnung auf Augenhöhe“ wird die leistungsberechtigte Person als Experte in eigener Sache wahrgenommen. Sie besetzt eine zentrale Rolle in der Bestimmung und Verhandlung von Leistungen, um eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensführung zu verwirklichen.
Die Gestaltung der Assistenzleistungen wird durch persönliche Planungsgespräche ermöglicht. Grundlage sind der individuelle Unterstützungsbedarf und die im Teilhabe- bzw. Gesamtplanverfahren vereinbarten Ziele. Die leistungsberechtigte Person wird gemeinsam mit qualifi zierten Mitarbeiter*innen die inhaltliche Ausgestaltung der persönlichen Assistenzleistungen realisieren, dabei wird der Gesamtkontext berücksichtigt.
Unsere Mitarbeiter*innen lassen sich bei der Umsetzung der personenzentrierten Planung mit Blick auf die individuellen Ressourcen durch Wertschätzung und Respekt gegenüber der leistungsberechtigten Person leiten. Die Handlungen orientieren sich stets am Notwendigen, um eine bestmögliche Soziale Teilhabe und Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Durchführung der Personenzentrierte Planung

Im Rahmen unserer Leistungsangebote zur Sozialen Teilhabe ist es erforderlich eine individuelle Planung der notwendigen Assistenzleistungen gemeinsam mit dem*der Klient*in zu erstellen, um die Ziele aus dem Teilhabe-und Gesamtplanverfahren (§§ 19,121 SGB IX) zu verfolgen.
Deshalb wird kurz nach der Aufnahme bzw. in den ersten Wochen der Inanspruchnahme des Dienstes mit jeder*jedem Klient*in ein individuelles und personenzentriertes Planungsgespräch geführt.
Anhand des ermitteltet Assistenzbedarf wird gemeinsam mit der*dem Klient*in die Teilnahme an täglichen bzw. wöchentlichen bzw. monatlichen Angebote der Einrichtung bzw. des Dienst vereinbart.
Die vorhanden Ressourcen und Fähigkeiten der*des Klient*innen werden gemeinsam mit der*dem Klient*in in einem Kompetenzprofils erarbeitet und in der Zielbearbeitung berücksichtigt.
Die Teilnahme an den Angeboten wird regelmäßig im Alltag mit dem Klient*in reflektiert und angepasst. Zur gemeinsamen Auswertung der erreichten Ziele finden i.R. im halbjährlichen Rhythmus weitere Personenzentrierte Planungsgespräche statt. In den Planungsgesprächen werden aktuelle Entwicklungen und Ereignisse gemeinsam reflektiert und in der weiteren Planung berücksichtigt. Ggf. sind neue Vereinbarungen mit dem Leistungsträger zu treffen. Hierbei unterstützen wir unsere Klient*innen wenn notwendig.

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