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Impressionen 2019



„Trash-Day“ am AWO-Sprachheilzentrum Werscherberg

Am Sprachheilzentrum Werscherberg in Bissendorf stand einen Nachmittag lang das Thema Müll und Umweltschutz im Mittelpunkt. Anschaulich vermittelte die Vertreterin der Initiative „City Cleaners Germany“ Birgit Schad, warum durch Unachtsamkeit in die Natur gelangende Gegenstände wie Plastiktüten, Flaschen, Luftballonschnüre oder Fischernetze den Tieren im Wald, Wasser und in der Luft großen Schaden zufügen können. Ausgestattet mit Müllsäcken und Westen von AWIGO, Eimern, Handschuhen und Greifzangen schwärmten die dadurch angespornten Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren anschließend gemeinsam mit ihren Erzieher*innen und Therapeut*innen aus. Das weitläufige Gelände um den Werscherberg wurde von Unrat befreit und in einem Container gesammelt. Zum Abschluss des „Trash-Days“ gab es Grillwurst, Getränke und einen Eisgutschein für alle Teilnehmer*innen sowie Urkunden für die erfolgreichsten Sammler*innen. 

Margret Niehenke verlässt Werscherberg nach 45 Jahren

Als langjährige pädagogische Leiterin ist Margret Niehenke sehr eng mit der Einrichtung verbunden. Diesen März geht die „Seele des Sprachheilzentrums“ in den wohlverdienten Ruhestand.

Margret Niehenke hat die Weiterentwicklung des stationären Sprachheilbereichs seit Anfang der 70er Jahre miterlebt und begleitet. 1975 wurde sie pädagogische Leiterin des Hauses. Stehen Besprechungen an, heißt es manchmal noch heute: „Wir treffen uns im Büroraum…na, ihr wisst schon, in Margrets ehemaligem Wohnzimmer.“

Erster Kontakt für die Familien

Margret Niehenke hatte im Sprachheilzentrum Werscherberg lange eine zentrale Funktion. Durch die Beratung und Aufnahme von Kindern und Eltern, die (oft zum wiederholten Male) ohne das gewünschte Ergebnis aus ambulanten Therapien in der Nähe ihres familiären Umfeldes hervorgingen, agierte sie häufig als erster Kontakt vor Ort.

Bereits vor ihrem Studium der Sozialpädagogik in Bremen absolvierte Margret Niehenke ein Vorpraktikum im Sprachheilzentrum. Direkt nach dem Abschluss kehrte die heute 65-jährige AWO-Mitarbeiterin dorthin zurück und prägte den „familiären Wohlfühlfaktor am Werscherberg“.

Als Bindeglied zwischen unzähligen Eltern, die sich für eine stationäre Sprachförderung ihres Kindes interessieren und einem multidisziplinären Team aus mittlerweile 50 Mitarbeiter (darunter Logopäden, Motopäden, Ergotherapeuten, Heilpädagogen und Psychologen), sorgte sie für Harmonie.

Margret Niehenke hatte immer ein offenes Ohr

„Für alle, die mit dienstlichen oder persönlichen Belangen zu ihr kamen, hatte Margret stets ein offenes Ohr. Im Team ist sie auch als `Seele des Sprachheilzentrums´ und `Versteherin der Familien ‘bekannt“, berichtet Einrichtungsleiterin Kornelia Hunsche-Frach.

Oft herrschte vor dem eingreifenden Schritt, den Nachwuchs über ein Jahr montags bis freitags in solch eine Intensivmaßnahme zu geben, große Unsicherheit. In unzähligen Elterngesprächen räumte Margret Niehenke Ängste aus und sprach Mut zu, den schweren aber chancenreichen Schritt zu gehen. Stets mit dem Ziel, dass das Sprechen und damit eine Rückkehr in den normalen Schul- und Familienalltag doch noch gelingt.

Große Abschiedsfeier am 29. März geplant

Als eine Mitarbeiterin vorschlug, für die nun scheidende pädagogische Leiterin eine große Abschiedsparty zu initiieren, war Kornelia Hunsche-Frach sofort einverstanden. Am Freitag, den 29. März, soll die geplante Verabschiedung über die Bühne gehen.

Als langjährige Dienstvorgesetzte für einen Großteil der Mitarbeiter zuständig, zählt die dazu angelegte Gästeliste 180 aktive und ehemalige Kollegen. Eine Schar, die unmöglich auf einen Streich angemessen empfangen werden kann. So werden sich morgens erst die Geschäftsführung, Fachberater und ehemalige Kollegen von Margret Niehenke verabschieden. Nachmittags folgt eine große interne Kaffeerunde.

Im Anschluss an diesen emotionalen Akt möchte Margret Niehenke zu einer vierwöchigen USA-Reise durchstarten. Als ihr Nachfolger tritt Marco Pieper-Willms (bislang Familienbetreuer im allgemeinen Sozialdienst der AWO Bremen) am Werscherberg in ihre Fußstapfen.

Sommerfest des Sprachheilzentrums

„In den letzten Jahren habe ich viele langjährige Mitarbeiter*innen in den Ruhestand entlassen. Margret Niehenkes Arbeitsplatz war jedoch besonders prägend. Die Türen des Sprachheilzentrums stehen ihr auch in Zukunft offen, zum Beispiel beim jährlichen Sommerfest, dass wir in diesem Jahr erstmals am 25. August feiern,“ betonte Kornelia Hunsche- Frach.

Lokale Verbundenheit führt zu großer Freude- Danke Fam. Hülsmann

Seit über 10 Jahren besteht ein enges Verhältnis zwischen dem Sprachheilzentrum Werscherberg und der heilpädagogisch-therapeutischen Einrichtung zu den Inhabern der Firma Hülsmann-Blechtechnologie GmbH & Co. in Bissendorf.

Die Firma Hülsmann beteiligte sich mit einer Spende an unserer Tombola anlässlich des jährlich stattfindenden Sommerfestes, außerdem öffneten sie ihre Türen für die Kinder und Jugendlichen. Im Gegenzug wurde die Firma  Hülsmann zu Kaffee und Kuchen auf den „Berg“ eingeladen. Daraus entstand über die Jahre eine gute Freundschaft zwischen der Firma und den Einrichtungen.

Die Kinder und Jugendlichen der AWO Einrichtungen Werscherberg bedanken sich recht herzlich für die großzügigen Spenden, von denen u.a. zwei Sprossenwände für die Turnhalle und der lang ersehnte Sitz-Spiel Bagger für den Sandkasten angeschafft werden konnten.

Sprachheilzentrum Werscherberg mit Sprachheilkindergarten

Marie-Juchacz-Straße 1-2
49143 Bissendorf
Tel. 0 54 02/40 50
Fax 0 54 02/59 82
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