AWO Wahlbefragung aller Parteien. Antworten zur Seniorenpolitik!

05.09.2011
Die AWO Weser-Ems hatte den Parteien einzelner Kommunen von Osnabrück bis Ostfriesland 14 Fragen zur Seniorenpolitik gestellt. Die Rückmeldungen sollen den AWO Mitgliedern und weiteren interessierten Menschen die Wahlentscheidung am 11. September erleichtern. Gefragt wurden die SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke.

Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation in der Altenhilfe in Niedersachsen beschränken sich die Fragen auf die Belange der älteren Generation und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege. In der Region Weser-Ems sind über 25 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter. "Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und Anbieter sozialer Dienstleistungen fühlt sich die AWO Weser-Ems besonders dieser Bevölkerungsgruppe solidarisch verbunden", sagt AWO Vorsitzender Dr. Harald Groth.

Während es in vielen Antworten der Parteien Gemeinsamkeiten gibt, liegen die Unterschiede insbesondere bei der Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege sowie bei der Finanzierung der Ausbildung zur Pflegekraft. SPD, Grüne und Linke fordern klare Rahmenbedingungen, um eine tarifgerechte Entlohnung des Personals zu ermöglichen. Sie sehen die niedrigen Pflegesätze in Niedersachsen als Ursache für die schlechte Bezahlung und erwarten eine bundeseinheitliche Regelung und damit eine Anhebung der Pflegesätze in Niedersachsen. Bei der Ausbildung zur Pflegekraft halten diese Parteien das immer noch erhobene Schulgeld für unverantwortlich und fordern eine Umlagefinanzierung (wer nicht ausbildet, soll zahlen) bzw. eine Übernahme der Kosten durch das Land.

Im CDU und FDP Lager sind die Aussagen unterschiedlich. In einigen Kommunen sprechen sich CDU und FDP deutlich für eine bessere und tarifgerechte Finanzierung aus, andere halten sich mit einer klaren Aussage bedeckt. Eine Umlagefinanzierung bezüglich der Ausbildung wird von CDU und FDP durchgängig abgelehnt.

Geringe Unterschiede gibt es auch bei den politischen Teilhabemöglichkeiten von Senioren. Von der "Stabsstelle Alter" bis hin zur Ausweitung der Wahlen zum Seniorenbeirat und deren beratenden Stimme in allen relevanten Kommunalausschüssen ist die Palette der Auskünfte relativ groß.

Die Gemeinsamkeiten in den Antworten lassen sich zusammengefasst wie folgt darstellen: In den meisten Kommunalwahlprogrammen ist ein Abschnitt zum Bereich Senioren vorhanden. Alle Parteien sprechen sich für den Ausbau einer generationenübergreifenden Konzeption aus. Das Mehrgenerationenhaus wird dabei insbesondere favorisiert. Darüber hinaus werden Seniorenservicebüros, Stadtteilzentren und Familienzentren und gemischte Wohngebiete für Jung und Alt gefordert. Der Öffentliche Nahverkehr soll barrierefreier werden. Einig sind sich die Parteien auch bei der Unterstützung des Ehrenamtes. Einerseits sollen jungebliebene Senioren ausreichend Ehrenamtsangebote über Freiwilligenagenturen erhalten. Andererseits sollen ältere Menschen, die Unterstützung benötigen, diese auch über Ehrenamtliche bekommen. Die Ideenpalette erstreckt sich von der Einkaufshilfe bis hin zu Aktionen gegen Einsamkeit im Alter.

Hier finden Sie die Antworten zur Seniorenpolitik der Parteien zu den Wahlprüfsteinen der AWO Weser-Ems:

Antworten aus der Region Friesland   (pdf-Download)

Antworten aus der Region Oldenburg   (pdf-Download)

Antworten aus der Region Osnabrück  (pdf-Download)

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V.
Paul Behrens Referent für Verbandspolitik
Telefon: 04 41/48 01-2 20
behrens@zentrale.awo-ol.de


Allgemeine Informationen zur AWO Weser-Ems:

Die AWO Gruppe Weser-Ems beschäftigt im gesamten Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Weser-Ems rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 60 Einrichtungen der Kinder, Jugend- und Familienhilfe, der Altenhilfe und der Hilfe für Menschen mit seelischen Behinderungen. Der AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V. mit seinen 14.000 Mitgliedern, 13 Kreisverbänden und 160 Ortsvereinen wird ehrenamtlich durch den Vorsitzenden Dr. Harald Groth und seine beiden Stellvertreter Dr. Lothar Knippert und Hermann Bontjer geführt. Das operative Geschäft des Vereins und der Gesellschaften leitet Verbandsgeschäftsführer Thomas Elsner zusammen mit dem Geschäftsführer Torsten Brandes und der Geschäftsführerin Hanna Naber.

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