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Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober


08. Oktober 2019

Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen verdreifacht - Spezielle Präventions- und Beratungsangebote gefragt

Oldenburg, Oktober 2019. Der Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober will für die Zunahme psychischer Erkrankungen sensibilisieren und Hilfsangebote für Betroffene aufzeigen. Dass dies wichtiger denn je ist, zeigt eine aktuelle Krankenkasse-Studie. Die Ergebnisse lassen aufhorchen, denn etwa die Zahl von psychisch bedingten Krankschreibungen hat sich seit 1997 verdreifacht.  

Vor allem junge Menschen betroffen

Auffallend ist, dass junge Erwachsene häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen sind. So ist in der Altersgruppe der 18 bis 25 jährigen die Diagnose Depression seit 2005 um 38 % gestiegen. „Für unsere Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen können wir diese Entwicklung bestätigen“, sagt Janne Koch, Prokuristin der AWO Weser-Ems und verantwortlich für den Bereich Trialog. „Wir setzen daher verstärkt auf präventive Beratungsangebote und sind eng mit Hausärzt*innen und Ämtern vernetzt.“

Spezielle Präventionsangebote

Psychische Erkrankungen gehen zudem oft mit massiven Einschnitten in Bezug auf die  Erwerbsbiographie von Betroffenen einher. Dabei lassen sich mit einer frühzeitigen Intervention Krisen oftmals abwenden und längere Fehlzeiten können verhindert werden. Zahlreiche Unternehmen bieten ihren Beschäftigten daher spezielle Präventions- und Beratungsprogramme in puncto psychische Erkrankungen an. Der AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V. hat daher mit awo lifebalance abgestimmte Angebote für Arbeitnehmer*innen entwickelt. So können Beschäftigte von Partnerunternehmen der awo lifebalance eine zeitnahe, kostenfreie und vertrauliche Beratung in belastenden Situationen, z. B. bei Burn-Out, Depression oder Suchterkrankungen in Anspruch nehmen.