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Sozialministerin Carola Reimann: „Einhundert Jahre AWO sind eine Erfolgsgeschichte“


17. Oktober 2019

Ostfriesische Kreisverbände feierten 100jähriges Bestehen der AWO.

Die niedersächsische Landesregierung will ihr Engagement für Verbesserungen in der Pflege deutlich ausbauen. Das bekräftigte Sozialministerin Carola Reimann am Mittwoch in Großefehn (Landkreis Aurich) bei einer Veranstaltung der AWO. Dort begingen die ostfriesischen Kreisverbände das 100jährige Bestehen der AWO.

Zu der Jubiläumsveranstaltung unter dem Motto „100 Jahre Menschlichkeit“ begrüßte der Auricher Kreisvorsitzende Arno Ulrichs 250 AWO-Mitglieder aus den fünf ostfriesischen Kreisverbänden Leer, Emden, Aurich, Norden und Wittmund. In die Zeit der AWO-Gründung vor 100 Jahren versetzte Christine Schmidt aus Emden die Besucher – sie setzte die historische Rede der AWO-Gründerin Marie Juchacz in Szene, die 1919 als erste Frau im Reichstag sprach. Marie Juchacz - Frauenrechtlerin, Sozialreformerin und eine der ersten weiblichen Abgeordneten in Deutschland überhaupt – rief 1919 auch den "Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt" ins Leben. Es war die Keimzelle und die Geburtsstunde der AWO, die heute einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland ist.

Nach Grußworten des Großefehntjer Bürgermeisters Olaf Meinen und des stellvertretenden AWO-Bezirksvorsitzenden Lothar Knippert sprach Carola Reimann zu den Besuchern. Die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung ging in ihrer Festrede insbesondere auf die Situation in der Pflege ein. „Für uns als Land steht besonders die Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen im Vordergrund“, erklärte Carola Reimann. Die Landesregierung habe sich in der Koalitionsvereinbarung dazu verpflichtet, wesentliche Verbesserungen durchzusetzen. Dazu gehört nach Aussage von Reimann vor allem die Konzertierte Aktion Pflege Niedersachsen, kurz KAP.Ni. „Es ist mein Ziel, mit allen Beteiligten, also den Kostenträgern, den Verbänden der Leistungsanbieter und den Kommunen, belastbare Vereinbarungen zu treffen, um die Herausforderungen in der Pflege im Flächenland Niedersachsen anzugehen“, so die Ministerin wörtlich. Dabei setze das Land nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsspitzenverbänden wie der AWO.