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Muttertag 2019


10. Mai 2019

Muttertag 2019: Mutti macht immer noch mehr

Oldenburg 12.05.2019. Blümchen, Pralinen oder Parfüm - auch in diesem Jahr dürften anlässlich des Muttertags die Klassiker den Gabentisch der Mütter füllen. Doch seit wann feiern wir eigentlich den Muttertag und warum leisten Frauen und Mütter im Haushalt nach wie vor mehr als Männer?

Muttertag wird seit 1907 gefeiert

Den Muttertag erfunden hat die Amerikanerin Anna Marie Jarvis. Anlässlich des  zweiten Todestags ihrer Mutter initiierte sie am 12. Mai 1907 einen Memorial Mothers Day. Ihr Ziel war es diesen Tag als jährlichen Ehrentag für Mütter zu verankern und sich damit bei ihnen schon zu Lebzeiten zu bedanken.

Nationalsozialisten instrumentalisierten Muttertag

Jarvis setzte sich mit ihrem Engagement durch und der Muttertag wurde zunächst in den USA und seit 1922 auch in Deutschland gefeiert. Während der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland wurde der Muttertag pervertiert. Die Nazis instrumentalisierten den Ehrentag der Mütter: so sahen sie die Aufgabe der Frauen vor allem darin, gesunden Nachwuchs zu gebären, der dann zu Soldaten erzogen werden sollte. So wurden Mütter auf die Hausarbeit und Erziehung der Kinder reduziert.  

Den Haushalt managen eindeutig Mütter

Auch im Jahr 2019 folgt die Arbeitsteilung in deutschen Haushalten einem überwiegend konservativen Rollenverständnis und lastet vielfach auf den Schultern der Mütter. Dass Frauen und Mütter in puncto Hausarbeit immer noch mehr leisten als Männer, zeigen zahlreiche Studien. So geht eine Erhebung der Hans Böckler Stiftung davon aus, dass erwerbstätige Frauen auf unbezahlte Arbeit im Schnitt 3:29 Stunden täglich verwenden und damit etwa 1,6-mal so viel Zeit wie erwerbstätige Männer.
Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Karriere von berufstätigen Müttern, denn nur wenn Männer künftig mehr im Haushalt anpacken, können Mütter beruflich durchstarten.

Mehrfachbelastungen bei Müttern

In einer aktuellen Pressemitteilung der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung/Müttergenesungswerkes wird auf die Mehrfachbelastung von Müttern aufmerksam gemacht. Den Familienalltag zu managen sei keine leichte Aufgabe, zumal viele Mütter unter einer extremen Mehrfachbelastung stehen: Beruf, Haushalt und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen scheint oft unmöglich. Die Folge sind Erschöpfungszustände bis hin zum Burnout. Dies wird in den Kliniken im Verbund des Müttergenesungswerks, die Mütter- und Mutter-Kind-Kuren anbieten, sichtbar. Dort berichten Mütter öfter, dass es die fehlende Anerkennung aus ihrem Umfeld ist, die sie zusätzlich stresst. Während einer dreiwöchigen Kurmaßnahme lernen die Mütter, auch einmal Nein zu sagen und sie erlenen Techniken, um ihren Alltag zu strukturieren. Zudem werden sie medizinisch, physiotherapeutisch und psychosozial intensiv behandelt.


Damit auch Mütter, die sich Kurnebenkosten wie Fahrtkosten oder Ausstattung für die Kinder nicht leisten können, bei einer Mutter-Kind-Kurmaßnahmen neuen Schwung bekommen, bittet Schirmherrin Elke Büdenbender zum Muttertag um Spenden.
Unterstützen Sie Mütter und unsere Arbeit für sie – denn auch Alltagsengel brauchen neuen Schwung.

Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04, BIC: BFSWDE33MUE oder online www.muettergenesungswerk.de/jetzt-spenden

Weitere Informationen:  www.muettergenesungswerk.de 

 Die AWO Weser-Ems betreibt direkt an der Nordsee in Bensersiel die AWO Mutter-Kind-Klinik Lotte-Lemke-Haus. Weitere Informationen: www.lotte-lemke-haus.de