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Großes Interesse: Kongress Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sozialen Berufen


14. Oktober 2019

Oldenburg, 14. Oktober 2019. Passend zum Internationalen Coming Out Day veranstaltete die AWO Weser-Ems einen Fachtag zum Thema „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sozialen Berufen“ am vergangenen Freitag im vollbesetzten PFL in Oldenburg. Organisiert und durchgeführt wurde der Fachtag in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg sowie dem Projekt „Oldenburg will Inklusion“ (OWI). Die Organisator*innen haben damit das Thema erstmals in den Nordwesten geholt und gleichzeitig einen Rahmen für den Dialog geschaffen.

Tagung „einzigartig für die Region“

Dr. Harald Groth, Vorstandsvorsitzender der AWO Weser-Ems, bezeichnete die Tagung als einzigartig für die Region: „Wir als AWO sind seit 100 Jahren den Themen Gleichstellung und Vielfalt verpflichtet. Ziel und Wirklichkeit sind in der Gesellschaft jedoch noch immer nicht deckungsgleich. Daran möchten wir verstärkt arbeiten.“ Man werde die Veranstaltung deshalb zu angemessener Zeit wiederholen, versprach Groth.

Expert*innen lieferten Beiträge für anschließenden Workshop

Nach fachlichen Impulsen folgte eine Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Expert*innen aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Im Fokus standen die Bedürfnisse von LSBTIQ*-Personen als Nutzer*innen von sozialen Dienstleistungen:

  • Wie können vielfältige Lebensweisen in der alltäglichen Praxis sozialer Berufe unterstützt werden?
  • Welche Strategien gibt es im Umgang mit Diskriminierung?
  • Welche Beispiele gelungener Praxis in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit oder in der Altenhilfe gibt es?

Die Erkenntnisse in den Bereichen frühkindlicher Pädagogik, Jugendarbeit, Altenpflege und Menschen mit Behinderung wurden am Nachmittag in unterschiedlichen Workshops vertieft.

Ein Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung 

Die Konferenz lieferte einen Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung des Themas. Damit soll auch die Auflösung der Diskrepanz zwischen rechtlicher Gleichstellung und tatsächlicher Offenheit gegenüber geschlechtlicher und sexueller Vielfalt gefördert werden.

Anerkennung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Gleichstellung ist für die AWO Weser-Ems seit jeher ein wichtiges Thema und die Umsetzung ein zentrales Anliegen. Das meint neben der Gleichstellung von Mann und Frau auch die Anerkennung verschiedener geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierung. Ein deutliches Zeichen dafür setzt die AWO Weser-Ems u. a. mit ihrer jährlichen Teilnahme am Oldenburger Christopher Street Day (CSD). Mit eigenem Wagen ist sie dort vertreten, um sich für genau diese Themen stark zu machen.  

Bild von links nach rechts:
Katharina Garves, Gleichstellungsbeauftragte AWO Bezirksverband Weser-Ems,
Torben Klein, Referent für Qualitäts- und Projektmanagement AWO Bezirksverband Weser-Ems,
Dr. Harald Groth, Vorstandsvorsitzender AWO Bezirksverband Weser-Ems,
Hanna Naber, SPD Landtagsabgeordnete,
Germaid Eilers-Dörfler, Bürgermeisterin Stadt Oldenburg,
Lena Haddenhorst, Fachstelle Inklusion Stadt Oldenburg,
Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Oldenburg,
Dagmar Sachse, Sozialdezernentin Stadt Oldenburg