Suche

Frühjahrsempfang: AWO betont Bedeutung von gelebten Werten im Unternehmen


08. Mai 2019

Die Bedeutung von Werten für Unternehmen stand im Mittelpunkt des diesjährigen Frühjahrsempfanges des AWO Bezirksverbands Weser-Ems e. V. Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit oder Toleranz hätten in der 100jährigen Geschichte des Verbandes immer eine elementare Rolle gespielt, betonte Hauptgeschäftsführer Thomas Elsner im Oldenburger Eventhaus Müggenkrug. „Sie sind zentraler Teil unserer DNA und unseres unternehmerischen Handelns.“ Man wolle mit weiteren Unternehmen und Verbänden eine Wertediskussion in der Region Weser-Ems Raum anstoßen.

Wichtig sei, Werte im betrieblichen Alltag nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sie zu leben. Wie das funktionieren kann, machte Marco Bode, Aufsichtsratsvorsitzender von Werder Bremen, in seinem mit Anekdoten gespickten Impulsvortrag deutlich. Der ehemalige Fußballprofi hat als junger Spieler in einem AWO-Altenheim in Bremen-Arbergen seinen Zivildienst abgeleistet. „Das war eine sehr wertvolle Zeit für mich“, sagte er und betonte wie konstant ihn Werte wie Respekt, Fairness, Mut oder Teamgeist beruflich wie privat begleiten. Bode berichtete von weiteren prägenden Erlebnissen in seiner Laufbahn, etwa einer Begegnung mit dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und widmete sich dann der Frage, was ein Team zum „Winning Team“ mache.

Gemeinsame Wertvorstellungen sieht er als ebenso unverzichtbar dafür an wie gelebte Vielfalt. Darüber hinaus seien eine offene, ehrliche und jederzeit respektvolle Form der Kommunikation und die Balance zwischen harmonischem Miteinander und Zielorientierung zentrale Stützen eines Siegerteams. Fazit des 40-fachen Nationalspielers: „Konzepte, wie sie bei uns im Sport gelten, sind auch auf Unternehmen übertragbar.“ Das bestätigte Tanja-Vera Asmussen, Vorstandsmitglied der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO): „Werte helfen uns, Position zu beziehen und auch, uns abzugrenzen.“ Man müsse glaubhaft bleiben in seinem Handeln – und dafür seien die Werte des Unternehmens der richtige Kompass. Die LzO etwa sieht sie als „persönlich, nah und innovativ“. „Daran orientieren wir uns.“

rofessor Georg Müller-Christ von der Universität Bremen wies in seinem Beitrag darauf hin, dass jedes wirtschaftliche Handeln erhebliche Nebenwirkungen – zum Beispiel für die Umwelt und die Beschäftigten – nach sich ziehe. In diesem Spannungsfeld müssten Werte als Leitplanken dienen. „Die Kunst liegt darin, Ziele zu realisieren, ohne diese Nebenwirkungen zu steigern“, unterstrich der Wissenschaftler. Am Ende war es an AWO Geschäftsführer Thomas Elsner, die Erkenntnis des Empfangs kurz und knapp zusammenzufassen: „Es liegt an den Führungskräften, ob sich Werte im Unternehmen entfalten können. Wir müssen sie vorleben.“