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FSJ bietet Orientierung


28. Oktober 2019

Oldenburg, 28. Oktober 2019. Ein Leben lang für denselben Arbeitgeber tätig sein? Für viele Auszubildende ist das keine Option. Aktuelle Daten zeigen, dass nur drei von vier Lehrlingen bis zur Prüfung durchhalten. Bei den Studierenden sieht es nicht besser aus, so verlassen ca. ein Drittel der Bachelorstudent*innen ohne Abschluss die Universitäten oder Hochschulen. Was ist also los mit der Generation Z und wie gelingt es dennoch junge Menschen an ein Unternehmen oder eine Organisation zu binden?

 

Ansprüche junger Menschen an einen Job sind hoch
Grundsätzlich wachsen die jungen Menschen heute in dem Bewusstsein auf, dass sie auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Noch vor wenigen Jahren sah das ganz anders aus, da war glücklich, wer ein unbezahltes Praktikum ergatterte. „Viele junge Leute die frisch von der Schule kommen, haben an ihre Ausbildung unrealistische Erwartungen“, weiß Anne Brandt, Vorsitzende des Ausschusses Freiwilligenarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen (LAG FW) , Abteilungsleitung beim AWO Bezirksverband Weser-Ems und zuständig für die Freiwilligendienste. Zudem passe der Ausbildungsberuf häufig nicht zum Naturell und den Fähigkeiten der Azubis. „Ein vorgeschaltetes Freiwilliges Soziales Jahr kann daher wichtige Orientierung leisten, die jungen Erwachsenen werden sich ihrer eigenen Kompetenzen bewusster, können in unterschiedliche Berufsfelder reinschnuppern und dann gezielter entscheiden, was zu ihnen passt.“

 

Dabei hat Brandt beobachtet, dass die Generation Z durchaus politisch sei, denn Werte und gelebte soziale Verantwortung in Unternehmen, kämen bei Auszubildenden und Berufsanfängern gut an.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FSJ – eine Investition in die Zukunft – in Niedersachsen“ findet am 28.10.2019 ein Gespräch mit Geschäftsführenden und Personalverantwortlichen statt, die sich dieser Frage stellen wollen: „Was hat Wirtschaft davon, wenn junge Menschen vor Aufnahme einer ersten Anstellung ein FSJ absolvieren?“ Stefan Friedrich, Ansprechpartner für die Fachkräftebündelung im  Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit u. Verkehr sagt dazu: „Für uns ist es hoch spannend zu erfahren, wie groß der Kompetenzgewinn nach Ableistung eines FSJ sein kann. Davon können künftige Arbeitgeber nur profitieren.“

Die Veranstaltungsreihe umfasst fünf Termine in ganz Niedersachsen und wird organisiert von der LAG der freien Wohlfahrtspflege und dem Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unter Beteiligung von Frau Dr. Carola Reimann. Die Moderation der Veranstaltung wird von Thomas Uhlen, Landessekretär der Caritas Niedersachsen übernommen.

Der nächste Termin findet am 21.11.2019 mit Kommunalvertretern in Osnabrück statt.

 

Kontakt:

Thore Wintermann
Verbandsgeschäftsführer
AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V.
Klingenbergstraße 73, 26133 Oldenburg
Telefon: 04 41/48 01-2 54; Telefax: 04 41/48 01-1 88
Email: thore.wintermann@awo-ol.de
www.awo-ol.de

 

Martin Fischer
Geschäftsführer
LAG der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen e. V.
Grupenstraße 4
30159 Hannover
Tel.: 0511/26251663
Mobil: 0151/73059133
Fax: 0511/2834774
Email: info@lag-fw-nds.de
Web: www.lag-fw-nds.de

 

Über den AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V.
Der AWO BezirksverbandWeser-Emse. V. ist einer von 30 Landesgliederungen/Bezirksverbänden der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland. Von der Nordsee bis ins Osnabrücker Land zählt der AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V. rund 10.000 Mitglieder sowie Ehrenamtler*innen in 14 Kreisverbänden und 129 Ortsvereinen sowie rund 4.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen. Der AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V. bietet soziale Dienstleistungen in über 70 Einrichtungen rund um Pflege, Kinderbetreuung, psychosoziale Teilhabe und Beratung. Als politischer Verband vertritt der AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V. die Interessen der Menschen in der Region und setzt sich für eine demokratische und gerechte Gesellschaft ein.