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AWO feiert Einweihungsfeier des Neubaus AWO Wohnanlage Sutthausen


22. Mai 2019

Nach intensiver Vorbereitungs- und Planungszeit  und zweijähriger Bautätigkeit ist der Ersatzbau der AWO Wohnanlage für Menschen mit seelischer Behinderung im Rahmen der Eingliederungshilfe  fertiggestellt.

Für 56 Personen mit krankheitsbedingten Teilhabeeinschränkungen wurde ein moderner heller Bau mit ansprechendem Farbkonzept gebaut und ausgestattet.

Neben vielen Gästen aus Politik, Verwaltung und sozialen Institutionen konnte sich auch Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, vom modernen Gebäudekonzept überzeugen lassen.

Leitgedanke Hilfe zur Selbsthilfe

Die Menschen mit seelischer Behinderung bzw. psychischer Erkrankung sollen möglichst viel Teilhabe erfahren. Die Assistenzleistungen werden nach dem AWO Leitgedanken Hilfe zur Selbsthilfe erbracht. Das Assistenzkonzept der Einrichtung berücksichtigt dabei die unterstützende Begleitung der Menschen mit krankheitsbedingten Teilhabeeinschränkungen.

Dr. Harald Groth, Vorsitzender des AWO Bezirksverbands Weser-Ems e.V. erinnerte an die Fortschritte innerhalb der psychiatrischen Betreuung: „Heute geht es um mehr Privatsphäre und um mehr Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner.“

In sieben Wohngruppen leben jeweils acht Personen, für die eine Wohnküche, ein Raum zur Wäschepflege und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung stehen.

Jede*r Mieter*in hat ein Einzelzimmer mit zugehörigem Sanitärbereich. Auch eine Türklingel für jedes Zimmer und ein eigener Briefkasten fördern die Privatsphäre.

Das Essen wird in den Wohngruppen zubereitet. Alle weiteren Aktivitäten des täglichen Lebens wie Wäsche waschen und putzen gehören zu den Aufgaben der Eingliederungshilfe/ Assistenz.

Im Nebengebäude werden Industrie-, Holz-, Ton- und weitere Kreativarbeiten angeboten. In der Lehrküche und der Lehrwaschküche unterstützen wir die Menschen mit krankheitsbedingten Teilhabeeinschränkungen bei der Verbesserung ihrer Fähigkeiten und endlich verfügen wir auch über einen Bewegungsraum sowie einen separaten Fitnessbereich, der von allen Mieter*innen genutzt werden kann. Last but not least gibt es einen Gemeinschaftsraum für größere Aktivitäten und Veranstaltungen.

„Wir haben die Wohnqualität verbessert und das Konzept personenorientiert ausgerichtet. Die ruhige Lage am Waldrand mit Erhalt der Rinderweide am Ende einer Wohnsiedlung bei gleichzeitiger Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und guten Busverbindungen in die Stadt  und einer guten Nachbarschaft sind aus unserer Sicht unschlagbar“, so der Einrichtungsleiter Carsten Rengermann.