AWO Fachtag zur Interkulturellen Öffnung in der Altenhilfe und -pflege


25. September 2017

Oldenburg. Nach einem langen und harten Arbeitsleben kommt nun die erste Generation der Migrantinnen und Migranten in ein pflegebedürftiges Alter. Als Gastarbeiter sind sie in den 1960er Jahren mit ihren Familien nach Deutschland gekommen. In Oldenburg leben rund 4.500 Menschen mit Migrationshintergrund, die über 65 Jahre alt sind. Damit ist eine ethnische und kulturelle Vielfalt verbunden, die in der offenen, ambulanten und stationären Altenhilfe noch nicht hinreichend berücksichtigt wird.

Während der interkulturellen Woche hat die AWO zu diesem Thema einen Fachtag am 29. September im PFL veranstaltet: Die offenen Angebote im Wohnumfeld und das Ehrenamt wurden genauso erörtert wie die kulturellen Herausforderungen in den Pflegeeinrichtungen. Welche Erfahrungen aus anderen Städten können in Oldenburg im kultursensiblen Umgang Berücksichtigung finden?

Es wurden Impulse unter anderem von Dr. Hans-Joachim Heuer (Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung), Zeynep Sümer (Seniorenvertretung Bremen), Osman Timur (türkische Gemeinde Niedersachsen) gegeben. Zur pflegerischen Versorgung von Demenzerkrankten hat Sultan Hamamci als Fachkraft für kultursensible Pflege einen Vortrag gehalten.

Ziel des Fachtages war, soziale Einrichtungen, kommunale Vertretungen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, so Paul Behrens und Karin Stölting vom AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V.

Weiterführende Informationen und Interviews zu dem Thema finden Sie hier.