Beratungsstelle Nordenham - Brake - Lemwerder

Sprachförderteam Brake

137.000 Migrantenkinder ohne Schulabschluss

Nach dem statistischen Bundesamt beendeten 2007 6,5 % aller Migrantenkinder die Schule ohne Erfolg. Auch 1,5 % der einheimischen Bevölkerung erwarben keinen Schulabschluss.

Die Sprachentwicklung ist für einen erfolgreichen Schulbesuch von zentraler Bedeutung. Sie ist aber auch wie kein anderer wichtiger Entwicklungsbereich des Kindes besonders störungsanfällig. Nach konservativer Schätzung sind ca. 15% und mehr aller Kinder eines Jahrgangs von Spracherwerbsstörungen betroffen.

Hierzu gehören insbesondere Kinder mit sozialen Benachteiligungen und Kinder mit Migrationshintergrund. Sie lernen in der Regel erst im Kindergarten oder in der Schule Deutsch.

Angesichts der schwerwiegenden kognitiven, schulischen, sozio-emotionalen und sozio-ökonomischen Langzeitfolgen von Defiziten im Spracherwerb ist es unumgänglich, möglichst früh und wirksam zu intervenieren, um das kindliche Entwicklungs- und Lernpotenzial zu verbessern.

Eine wirksame Intervention bei Kindern mit Defiziten im Spracherwerb setzt ein breites, aktuelles und wissenschaftlich fundiertes Wissen sowohl des normalen als auch des gestörten Spracherwerbs voraus. Darüber hinaus müssen die mit der Intervention anvertrauten Fachpersonen Zugang zu den neusten Methoden, Techniken und Medien der Diagnose und Therapie haben.